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Tauchen in  Kroatien

© Quelle:wikipedia.org

Eine Kuriosität - 1.500 unentdeckte Höhlen und Grotten unter Wasser sowie 15.000 Wracks

Dank der außergewöhnlichen Sicht und dem Reichtum in der Unterwasserwelt, der Grotten und Riffe unter Wasser, erlebt der Tauchtourismus an der Adria eine wahre Expansion. Die Adria gehört zu denjenigen internationalen Gewässern, in denen sich auch die meisten Wracks befinden. Außerdem wird angenommen, dass in der Adria noch mindestens 1.500 Höhlen und Grotten unter Wasser unentdeckt sind. Auf ihrem Grund liegen sogar 15.000 gesunkene Schiffe - auf Grund gelaufene Schiffe, U-Boote, Flugzeuge, Torpedoboote. Das Entdecken von Wracks ist ein einzigartiges Erlebnis. Jedes Schiff erzählt eine andere interessante Geschichte, jede Geschichte erinnert an irgendjemandes Mut und Tragödie. In den letzten zehn Jahren verzeichnete der Tauchtourismus einen Zuwachs von 15 bis 20 Prozent. Parallel dazu wuchs auch die Zahl der professionellen Tauchzentren, die an den attraktivsten Standorten der Adria gegründet wurden. Heute bestehen mehr als einhundert registrierte und lizenzierte Tauchzentren, die meisten von ihnen in Istrien und im Kvarner sowie in Mitteldalmatien.

TAUCHTOURISMUS

Außer Zagreb, Split und Pula haben Ende 2007 auch Zadar und Dubrovnik eine Dekompressionskammer erhalten, die im Falle von bei Dekompressionserkrankungen äußerst wichtig sind, und im Jahre 2008 auch Crikvenica. Auf über 70.000 erfassten Tauchgängen jährlich ist so eine Intervention in ca. 30 Fällen erforderlich, und es wird geschätzt, dass diese Zahl von Jahr zu Jahr zunehmen wird. Die Dekompressionskammer in Zadar kann sechs Patienten gleichzeitig aufnehmen und ihr Vorteil ist es, dass sie neben der Hauptkammer auch eine Vorkammer hat. Wenn sich nämlich bei einer Behandlung der Fall verkompliziert, kommt ein Arzt in die Vorkammer, in der der Druck an den in der Kammer angeglichen wird und der dem Patienten Erste Hilfe leistet. Die Dekompressionskammer befindet sich in einem extra aufgestellten Container, der je nach Bedarf an einen anderen Standort transportiert werden kann. In Zadar gibt es schon ein internationales Zentrum für Unterwasserarchäologie für den ganzen Mittelmeerraum, und es wird auch daran gearbeitet, Studiengänge für Tauchtechnik einzuführen.

 

Was die rechtlichen Regelungen betrifft, so besagen die geltenden Vorschriften, dass man in Kroatien tauchen darf, wenn man die dafür gültigen Genehmigungen besitzt. Ein Tauchausweis kostet 100 Kuna (14,00 ?) für 365 Tage, und eine individuelle Genehmigung für selbständige Unterwasseraktivitäten kostet im Jahr 2.400 Kuna (335,00 ?). Ein Ausflug zu einem Wrack kostet zwischen 25 und 40 Euro. Die Lizenz der Kultusministeriums für das Tauchen auf und in gesunkenen Schiffen kostet 20.000,00 bis 30.000,00 Kuna (von 2.800,00 ? bis 4.200,00 ?) pro Jahr.

Wenn Touristen in der Organisation eines registrierten Tauchzentrums tauchen, ist der Besitz einer individuellen Genehmigung unnötig. In speziellen Zonen ist das Tauchen trotz Besitz einer individuellen Genehmigung untersagt. Dies sind Zonen unter besonderem Schutz des Kulturministeriums stehen, und hier ist das Tauchen ausschließlich in Begleitung eines Tauchers aus einem Tauchzentrum mit besonderen Befugnissen möglich.

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